Electro Producer Pack 2

Music & PC, 05-2009
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Basics: Ein halbes Jahr nach dem sehr ordentlichen ersten Teil gibt‘s nun schon den Nachfolger für Elektro-Producer. Was entweder heißt, dass man schon damals genug Material für zwei Ausgaben hatte oder das Teil damals so erfolgreich war, dass man die Macher aus dem verdienten Urlaub in der Südsee zurückholte und erneut an das Mischpult fesselte. Damals - in der Ausgabe 03/09 - schrieb ich: „Unter dem Strich ist das eine schöne Spielwiese für Electro-Minimalisten, auf der sich wunderbar sparsame Konstrukte zusammenlöten lassen“. Und daran hat sich nichts geändert - Teil 2 gefällt mir da sogar noch ein bisschen besser.

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Sounds: Wie schon im letzten Teil, so ist das Material auch hier nicht auf Baukästen, sondern in Kategorien wie Drum Loops und Drum Sounds, SFX Loops und SFX Sounds, Synth Loops und Synth Sounds sowie Vocals unterteilt worden. So kommen rund 3300 Sounds zusammen, die Hälfte davon gehört zu Drums und Percussion. Die große Zahl an Drum Loops ist gewohnt variantenreich und druckvoll produziert und liegt fast durchgehend im 130er Tempo vor - das erspart Anpassungen. Mit der großen Zahl an Einzelhits können die Loops dann weiter modifiziert werden, auch gibt‘s die Loops dann ja noch einmal für jedes Instrument einzeln. Hervorragend auch wieder die SFX: Schön schräg, mit vielen Effekten aufbereitet und fernab vom üblichen Tschakka-Tschakka-Einheitsbrei.
Die Synth Loops hätten gern noch etwas zahlreicher sein können. Zum einen, weil sie doch etwas dünn besetzt sind, zum anderen, weil sie sehr ansprechend komponiert sind und Appetit auf mehr machen. Hier wird dann eine musikalische Idee in verschiedenen Sounds und Klangfarben aufbereitet, was vielfältige Variationen zulässt. Die Einzelsounds sind unterteilt in Bässe und Leadsounds und alle schön auf Kammerton gestimmt; klanglich geht‘s da eher in Richtung „fett“. Die Vocals schließlich sind unterteilt in zahlreiche „Cuts“ (kurze Lautäußerungen und Ausrufe) und weniger zahlreiche, dafür aber sehr ausgefallen produzierte Vocoderlines und Talkbox-Phrasen. Besonders letztere kommen richtig gut.

Fazit: Teil zwei des Electro Producer Packs ist kein schnell nachgeschossener Nachfolger, sondern eine durchdachte und an vielen stellen sogar noch verbesserte Fortsetzung, die sich ganz wunderbar mit ihrem Vorgänger ergänzt. Klare Sache: Wer hier EPP1 gesagt hat, muss zwangsläufig auch EPP2 sagen.

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